Internetdienste

Internetdienste


 

E-Mail, HTTP, FTP, Telnet, u.a.


Electronic Mail, E-Mail
E-Mail (elektronische Post) ist der wohl am meisten genutzte Internet-Dienst. E-Mail erlaubt die persönliche Übermittlung von Nachrichten und Dateien von einem Sender an einen Empfänger.
Electronic Mail zwingt Sender und Empfänger nicht gleichzeitig 'online' zu sein. Die Mails (Nachrichten) können abgeholt werden wenn gerade Zeit dafür ist.
Der E-Mail-Versand ermöglicht den schnellen, weltweiten Austausch von verschlüsselten und unverschlüsselten Nachrichten. Dies können auch als Fax weitergeleitet werden.
Dafür stehen bestimmte Rechner, sog. Faxserver   bereit, an die Nachrichten als E-Mail gesandt und von dort als Fax weitergeleitet werden. Der umgekehrte Weg, also das Absetzen eines Fax an einen Faxserver und die Weiterleitung als E-Mail ist ebenso möglich.
 
Hypertext-Transport Protocol, HTTP
Ein Grundpfeiler für das World Wide Web (WWW). Erkennbar an dem Anfangskürzel http://....
Ermöglicht Übertragung von Text und Bild. Beinhaltet auch die Möglichkeit durch Anklicken herausgehobener Textstellen (sog. Links), Verknüpfungen mit anderen Informationen herzustellen. WWW-Seiten werden mit HTML (HyperText Markup Language) geschrieben.
 
File Transfer Protocol, FTP
Durch diesen Dienst können Dateien ebenso wie z.B. Software zwischen zwei Rechnern online verschickt (Upload) bzw. abgerufen (Download) werden. FTP ist einer der ältesten Dienste des Internet.
Erkennbar an dem Anfangskürzel ftp://...
 
Remote Terminal, TELNET
Damit kann man auf einen fernen (remote) Rechner zugreifen, wie wenn man mit einem Terminal direkt an diesen Rechner angeschlossen wäre.
 
Newsgroups/Usenet
Diskussionsmedium für den gegenseitigen Gedankenaustausch.
Hier kann der Benutzer Mitteilungen sowohl mit, als auch ohne Absenderangabe zu verschiedensten Themen in moderierten und unmoderierten Newsgoups hinterlassen.
In Verbindung mit der Nachricht können auch Bild- und/oder Tondateien weitergegeben werden.
Vergleichbar mit einem sog. 'Schwarzen Brett'.
Das Medium ist das USENET, das vielfältig mit dem Internet verknüpft ist, sich aber autonom verwaltet.
 
Chat/ Internet Relay Chat (IRC)
IRC ermöglicht die offene und anonyme Teilnahme an moderierten und unmoderierten Diskussionsforen die thematisch gegliedert sind. Beim 'Chaten' werden in Echtzeit Textbotschaften und Dateien (auch Bild- oder Tondateien, z.B. mittels Webcams) ausgetauscht.
Anders als bei den Newsgroups findet hier eine direkte Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Teilnehmern statt.
Wie bei einem Telefon können die Teilnehmer in Echtzeit unmittelbar agieren; allerdings mit dem Unterschied, dass die Unterhaltung über die Tastatur des PC geführt wird.
 
Internettelefonie
Das sog. Web-Phoning , also die Möglichkeit über das Internet zu telefonieren, stellt die neuste Entwicklung der Netzdienste dar.
Internettelefonie ist derzeit vor allem bei Fern- und Auslandsgesprächen mit zum Teil erheblich niedrigeren Gebühren verbunden, da jeweils nur die Grundgebühr für die Einwahl beim nächsten Ortsnetzknoten anfällt.
Beim Webphoning werden die Sprachinformationen wie bei allen anderen zu übertragenden Daten auch in Datenpakete umgewandelt und voneinander unabhängig versandt.
Mittlerweile befindet sich die Internettelefonie in der dritten Generation , wobei hier über das normale Telefon eine Einwahl in das Internet möglich ist. Hierzu wird lediglich eine 'PIN-Nummer' des jeweiligen Internetproviders benötigt. Die Qualität der Gesprächsverbindung ist von der z.T. stark unterschiedlichen Datengeschwindigkeit im Internet abhängig.
Durch Überlastung des Internet können ganze Datenpakete und damit ganze Wörter verloren gehen. Im Moment ist die Qualität mit der von 'CB-Funk' gleichzusetzen.
 

Das File Transfer Protokoll ist schon fast so alt wie TCP/IP, es entstand in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre und hat seitdem keine dramatischen Veränderungen erfahren.

Electronic-Mail wurde zu Anfang als File Transfer mit FTP abgewickelt. Damit waren gewisse Nachteile verbunden. Der Versand einer Mail an verschiedene Empfänger war umständlich. Eine einheitliche Struktur der Sendungen war nicht definiert, so dass eine automatische Bearbeitung unmöglich war. Es gab keinen "Briefkasten", in dem hereinkommende "Post" sortiert aufbewahrt wurde. 1982, also noch zu ARPANET-Zeiten, wurde ein Übertragungs-Protokoll (RFC 821) und eine Message-Struktur (RFC 822) definiert, womit diese Mängel und noch einige mehr behoben wurden.

Der erste Vorschlag für das WWW wurde 1989 von Tim Berners-Lee, einem CERN-Mitarbeiter, kreiert (CERN ist das europäische Kernforschungszentrum nahe Genf). 1991 wurde es erstmals in San Antonio der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dem von Marc Andreessen entwickelten Graphic Modus, der in "Mosaic" 1993 realisiert wurde, ist die Einbindung von Grafik möglich.
1995 kam die Firma Netscape mit der ersten Version des "Navigators" heraus.

Die Entwicklung ging kontinuierlich weiter, sie ist bis heute noch nicht abgeschlossen, insbesondere bei der Definition von HTML.
Um die einheitliche Entwicklung zu sichern, gründeten CERN und MIT (Massachusets Institute of Technology) das WWW-Consortium, dessen Homepage unter http://www.w3.org zu finden ist.


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